Über die Liebe  zum Oleander und die Freude ihm dienen zu dürfen!

Es fing an wie es oft anfängt. Man hat einen Oleander, ...und ist stolz. Kommt zu Freunden, kommt dort ins Gespräch und kommt dann so schnell glaubt man kaum, zum zweiten Oleander! Mit der Begründung, der wird uns zu groß, wir können ihn nicht mehr überwintern! Also bei der nächsten Weinlieferung, auf den LKW und ab nach Kitzingen.
(Alle weiteren wurden dann allerdings selber gezogen!)
Und es begann die Zeit des "Oleander-Kennenlernens"! Erstens, zweitens, drittens und viertens, der Oleander hat Durst und das ganz gewaltig!  Je größer die Töpfe sind, umso mehr passt rein. An einem heißen Sommertag sind das gleich 60 bis 80 Liter. Pro Topf!
Läßt man den Oleander Durstleiden, rächt dieser sich um gehend und auch wieder gewaltig. Zwei, drei Tage ohne Wasser und der Oleander wirft einem die Blätter, dann allerdings die gelben, förmlich hinter her. Dann mit der negativen Auswirkung, er wächst noch oben weiter und ist zwischendrin kahl und gagelig.
Also, die Konsequenz der "Junge" braucht sein Wasser und das bekommt er dann auch. Um das zu gewährleisten hat er ab sofort große "Überlaufschalen", sozusagen als "Wasserstands-und Durstanzeiger". In die Schalen passt ein kompletter Gießer, so um über zehn Liter rein. Wurde einige Zeit nicht gegossen, ist das Wasser binnen weniger Sekunden weg, der Bursche sagt: ich brauch mehr! ... Und das kriegt er dann auch, man will ja keine gelben Blätter.

Dann: "Aus Schaden wird man klug"! Zu erst ist man "eitel". Oleander, Toskana und folglich gibt es nur "Terrakotta"! Und da rächt sich der Oleander schon wieder und das geht ins Geld! Naja, Terrakotta-Töpfe sind teuer und schwer, also dürfen sie nicht so groß und nicht so schwer sein. Der Oleander holt sich den Wind zur Hilfe, der schmeißt nun die kleinen Töpfe immer wieder um. Spätestens beim dritten mal gehen die Töpfe zu Bruch. Man kauft nach, auch etwas größere. Das reicht nicht, spätestens, wenn diese Töpfe nicht mehr mit der Sackkarre ins Winterquartier gefahren werden können. Also, Stolz bei Seite und weg vom Terrakotta und auf "Terrakotta-imitierte" Kunststoffkübel in dezentem "Jumbo-Ausmaß" umsteigen. (Innenmaßdurchmesser oben von 66 cm und Höhe von 56 cm, gerade noch "sackkarrenfahrfähig"!)

Wenn man die Kultur so ausweitet, stößt man irgend wann wieder an Grenzen! Die Töpfe werden größer und auch mehr, man schmeißt ja nichts weg! Die Winterqartierplätze sind begrenzt! Da plötzlich hilft das Gespräch mit einem "Oleanderfreund" aus Würzburg weiter. Kaum zu glauben, aber wahr! Der Oleander kann in stockfinsteren Scheunen, ohne jegliches Tageslicht überwintern!
Im Winter trinkt er zwar weniger, aber auch hier darf man ihn nicht verdursten lassen. Und bei bissigen Frostperioden muß den Raum mit einen Frostwächter sichern.

Kommen und  besuchen Sie unsere kleine "Oleander-Allee" zur Sommerzeit in der Inneren Sulzfelder-Straße 14 in Kitzingen, oder schauen Sie sich die Bilder im Internet an.

   

 


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WILH. MEUSCHEL jr. - Weingut - Weinkellerei